Strand

Strand Urlaub

Ein Strand ist ein flacher Küstenstreifen aus Sand oder Geröll.

Ein Strand aus grobkörnigen bis feinem Sand in unterschiedlichen Farben wird als Sandstrand bezeichnet. Meistens sind die Strände bräunlich, weiße Sandstrände sind besonders gefragt. Daneben gibt es auch Strände aus schwarzem (auf Vulkan-Inseln) und (sehr selten) rosa Sand.

Am Sandstrand findet das Leben der Sommerurlauber des Massentourismus statt. Sehr populär sind weiche weiße Sandstrände. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten zur Entspannung und für Sport. Schwimmen, Sonnenbaden und Strandsport wie Beachvolleyball und Beachsoccer seien als Beispiel genannt. Das Barfußlaufen am Sandstrand fördert das Wohlbefinden und trägt dem Stressabbau bei. Eine der vielen Attraktionen, besonders für Kinder, ist der Bau von Sandburgen und anderer Konstrukte. Im deutschen Küstenort Timmendorfer Strand und in Sankt Peter-Ording finden regelmäßig Wettbewerbe und Meisterschaften im Sandburgenbau statt.

Im Unterschied zu Stränden aus Kies oder Geröll (Steinstrand) gelten Sandstrände als wichtiges Merkmal für Urlaubsorte und Ferienhotels. In Reisekatalogen werden als Qualitätskriterium meistens die Länge und Breite, sowie die Entfernung zum Hotel angegeben. "Naturbelassener Strand" bedeutet zum Beispiel, dass dort der Sand nicht gesäubert wird. Der Sandstrand ist ein wichtiges Ansichtskarten- und Fotomotiv, besonders in der Werbung oft als Kulisse genutzt.

Oft finden sich an Sandstränden auch Sanddünen. An der deutschen Nord- und Ostseeküste findet man die typischen Strandkörbe.

Der Sandstrand an der Sylter Westküste ist mit fast 40 km der längste Strand an der deutschen Nordseeküste.

Strände liegen meistens an einer Küste zum Meer oder bilden das Ufer eines Flusses und sind daher dem Einfluss der Wasserströmung unterworfen. So kann Sand oder Gestein an Strände angespült oder vom Land abgetragen werden. Strände, an denen Sand angespült wird, besitzen meistens breite Sandbänke. Im Abbaubereich der Meeresströmung zeichnen sich Strände durch einen leichten Steigungs-Abfall zum Meer aus.

An der deutschen Nordseeküste liegt der Sandstrand von Amrum im Anspülbereich. Er ist mit einer Breite von nahezu zwei Kilometern einer der breitesten Sandstrände Europas. Der Strand der Nachbarinsel Sylt wird abgebaut und weist jährlich einen beachtlichen Landverlust auf. Diesen Prozess begegnet man durch Sandvorspülungen, indem Sand vom Meeresboden mit Baggerschiffen abgesaugt und an den Strand über Rohrleitungen zurückgespült wird.

Auch viele Sandstrände am Mittelmeer leiden an Flächenschwund. Bedingt ist die Dezimierung zum einen dadurch, dass der Mensch - in der Absicht mehr Strandfläche zu schaffen -, die pflanzenbewachsene Dünenlandschaften zu vegetationslosem Flachstrand planiert und in Folge dessen Erosion eingesetzt hat. Die zweite Ursache für den Strandschwund ist die globale Erderwärmung, die den Meeresspiegel ansteigen lässt, was wiederum allmählich den Sandbestand abträgt. Ein Beispiel ist der "Schickeria-Strand" Macchiatonda beim toskanischen Capalbio, der vor 30 Jahren noch etwa 50 Meter breit war und heute - auf Grund der zwei angeführten Faktoren - auf magere 10 Meter Breite dezimiert

Luftbild Arenshoop
Ostseebad Ahrenshoop